Krankheiten bei Pferden

Pferde und Reitsport sind eine tolle Sache. Na - eigentlich sind Pferde keine "Sache" sondern Lebewesen, die viel Pflege brauchen. Besonders dann, wenn sie mal krank werden. Und die Pferdekrankheiten sind so vielfältig wie die Krankheiten von uns Menschen. Hier einige Beispiele für typische Pferdekrankheiten:

Arthritis

bild behandlung pferd

Pferde können zum Beispiel eine so genannte Arthritis bekommen. Das sind Entzündungen der Gelenke, die durch Abnutzung entstehen können. Die Gelenke schmerzen, schwellen an und sind wärmer als normalerweise. In diesem Fall muss geröntgt werden.

Das Röntgenbild zeigt dann deutlich, dass sich neue Knochenmasse um das entzündete Gelenk bildet. Die erste Maßnahme ist Ruhe. Eventuell kalte Umschläge anwenden. Der Tierarzt wird dem Tier in jedem Fall entzündungshemmende Mittel geben.

Linderung kann auch der Austausch von Gelenkflüssigkeit verschaffen. Fachleute vermuten, dass der Schmerz bei Arthritis außer durch die Entzündung des Gelenkknorpels auch durch die Verdrängung von Flüssigkeit im Gelenk herrührt.

Druse

Der Alptraum aller Pferdehalter: eine Druse. Dabei handelt es sich um eine sehr ansteckende Erkrankung, die durch das Bakterium Streptokokkus equi verursacht wird. Die Infektion kann schnell auf den gesamten Pferdebestand übergreifen. Das erkrankte Tier hat Fieber, stark riechenden Nasenausfluss und Atembeschwerden.

Die Drüsen unterhalb des Kieferbogens schwellen extrem an und können aufbrechen. Aus der Öffnung quillt dann dicker Eiter. Bei Verdacht auf Druse muss jeglicher Kontakt mit anderen Pferden vermieden werden. Der Tierarzt wird das Pferd mit Antibiotika und eventuell mit warmen Umschlägen behandeln.

Hufrollenentzündung

Die Hufrollenentzündung ist wahrscheinlich die häufigste aller Pferdekrankheiten überhaupt. In jedem Fall ist es die häufigste Ursache für Lahmen. Manchmal wird die Hufrollenentzündung erst sehr spät bemerkt, weil beide Vorderhufe oder alle Hufe gleichzeitig und gleichmäßig betroffen sind.

Erstes Anzeichen kann ein schleppender Gang sein, obwohl der Huf kühl und druckunempfindlich ist. Die so genannte Beugeprobe kann die Lahmheit jedoch zeigen. Die Ursache der Hufrollenentzündung ist noch weitgehend unbekannt. Hilfreich sind ein keilförmiger Hufbeschlag, der die so genannten Trachten leicht entlastet und Gummipolster zwischen Huf und Hufeisen. Betroffene Tiere können ruhig geritten werden, aber man darf sie nicht überlasten.

Kolik

Eine Kolik kann äußerst schmerzhaft sein. Wenn sich das Pferd nach seinem Bauch umsieht, nach der eigenen Flanke schlägt oder sich immer wieder umherwälzt, dann sind dass typische Anzeichen für eine Kolik. Die Ursachen für eine Kolik sind sehr vielfältig: Futterumstellung, zu kurzes Gras, Stress oder zum Beispiel Wurmbefall.

Durch die Verlagerung einzelner Darmabschnitte und Darmverschlingungen während der Kolik kommt es zu Abschnürungen von Darmteilen und Zusammenbrechen des Kreislaufs, was zum Tod des Tieres führt.

Hat ein Pferd mit Koliksymptomen über 39,5 Grad Celsius Fieber und einen erhöhten Puls, sollte sofort der Tierarzt gerufen werden. Er entscheidet, ob eine krampflösende Spritze oder im schlimmsten Falle eine Operation notwendig ist.

Dämpfigkeit

Zeigt ein Pferd Nasenschleim, vor allem am Morgen, und eine nachlassende Leistungsfähigkeit, kann es sich um Dämpfigkeit handeln. Irgendwann bekommt das Pferd chronischen Husten. Eine schräge Rinne an beiden Bauchseiten des Tieres, die so genannte "Dampfrinne" zeigt eine deutliche Muskelausbildung durch das Husten.

Hier helfen Schleim lösende Mittel, die auf das Futter gegeben werden. Zudem sollte man auf saubere Luft und sauberes Heu achten. Das Heu kann eventuell angefeuchtet werden oder man lässt es als Futter eine Zeit lang ganz weg.

Nageltritt

Durch Steine oder schlecht sitzende Eisen wird der Nageltritt verursacht. Dabei handelt es sich um Quetschungen der Hufsohle. Das Pferd geht ohne erkennbaren Anlass lahm. Das Bein und der Huf fühlen sich kalt an. Eine gründliche Untersuchung der Hufsohle bringt schnell eine Eingrenzung der schmerzenden Stelle.

Wenn man zu lange wartet, bildet sich eine Höhle mit Eiter. Der betroffene Hufbereich sollte weg geschnitten werden. Bei eitriger Entzündung muss der Eiterherd geöffnet werden. Als schnelle Hilfe oder Sofortmassnahme kann man übrigens Sauerkraut einsetzen. Sauerkraut in einen großen geschlossenen Hufschuh geben und dann damit den Pferdehuf einpacken. Es soll helfen, sagen Pferdehalter.

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